Tageskartenpreise in den letzten Jahren – Teil III

12. Dezember 2016 Kommentare deaktiviert für Tageskartenpreise im Müngersdorfer Stadion Kein Zwanni Köln

Tageskartenpreise im Müngersdorfer Stadion

Wie gewohnt äußern wir uns an dieser Stelle zu den Tageskartenpreisen im Müngersdorfer Stadion: Zu Beginn dieser Saison wurden umfassende Änderungen im Bereich der Ermäßigungen umgesetzt, so ist es mittlerweile möglich für alle Plätze auf Nord- und Südtribüne ermäßigte Karten zu erwerben. Diese Möglichkeit erstreckt sich auch noch auf mehrere Blöcke auf Ost- und Westtribüne.

Im Gegenzug wurden die Junior-Colonia-Karten abgeschafft, d.h. die Möglichkeit für Väter oder Mütter zusätzlich vergünstigte Karten für Kinder zu kaufen, gibt es nicht mehr. Zudem bilden die Blöcke W1, W8, O1, O8 und N1 keine eigene Kategorie mehr. In den vergangenen Jahren waren die Sitzplätze innerhalb dieser Kategorie (IX) die günstigsten Sitzplätze. Die Plätze sind im Vergleich von der Saison 2014/15 zur Saison 2015/16 um vier bis fünf Euro pro Spiel teurer geworden.

Dennoch lässt sich zur vergangenen Saison kein Anstieg der durchschnittlichen Preise feststellen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Ermäßigungen in den verschiedenen Blöcken ist sogar ein rückläufiger Trend erkennbar. Eine Entwicklung, die wir an dieser Stelle ausdrücklich positiv erwähnen wollen. Wir werden in der Sommerpause auch die Eintrittspreise für die übrigen Heimspiele analysieren und uns an dieser Stelle erneut äußern.

In der Hinrunde kam es zudem seit fast sechs Jahren wieder zu einem Heimspiel im DFB-Pokal. Leider handelte es sich bei dem Gegner um den Retortenverein aus Sinsheim, glücklicherweise konnte unsere Mannschaft das Spiel nach 120 Minuten für sich entscheiden und ins Achtelfinale einziehen. Allerdings wird dieses Spiel eher aufgrund der Eintrittspreise in Erinnerung bleiben. Die aufgerufenen Kosten entsprachen den Tageskartenpreisen eines normalen Bundesligaspiels. Dauerkarteninhaber hatten zwar ein Vorverkaufsrecht, allerdings zu den Tageskartenpreisen. Zusätzlich wurde noch eine Gebühr von zwei (Print-at-home) bzw. vier Euro fällig. Zudem hatten Inhaber einer Stehplatzdauerkarte keine Möglichkeit die Karte selbst auszudrucken. Dadurch ergab sich für Dauerkarteninhaber ein Preis von 20 Euro für einen Stehplatz. Entsprechend höher war der Preis für einen Sitzplatz. Neben der Erhebung dieser Gebühren kritisieren wir insbesondere die Tatsache, dass der Verein an der Sporthochschule und diversen Sponsoren Eintrittskarten für zehn Euro angeboten hat.

Uns ist durchaus bewusst, dass die Nachfrage nach Eintrittskarten für ein Spiel gegen einen solchen Gegner unterdurchschnittlich ist, aber diese Politik ist ein Schlag ins Gesicht für alle treuen Fans. Während Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder tief in die Tasche greifen mussten, wurden an anderer Stelle Karten nahezu verschenkt. Für die Zukunft fordern wir, dass bei solchen Spielen niemand besser als die Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder gestellt wird. Außerdem sollte für die Freischaltung von Dauerkarten keine Gebühr veranschlagt werden.

Ein weiteres Thema, welches uns seit geraumer Zeit beschäftigt ist der Schwarzmarkt. Karten zu überhöhten Preisen oder gefälschte Karten an FC-Fans zu veräußern, stellt für uns ein großes Ärgernis dar. Niemand sollte sich auf Kosten anderer Fans bereichern. Wir bitten daher alle FC-Fans nach Heimspielen ihre benutzten Karten nicht weiterzugeben. Diese Karten werden oftmals als Rohlinge für die Fälschung von Eintrittskarten verwendet oder als Fahrkarten für den ÖPNV weiterverkauft.